1943

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
1943
Rotarmist schwenkt die Fahne des Sieges auf dem zentralen Platz, Januar 1943
Die Niederlage der deutschen Wehrmacht in der Schlacht von Stalingrad bedeutet die Wende im Zweiten Weltkrieg.
Casablanca-Konferenz: Sitzend: Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill; Stehend, 1. Reihe v. l. n. r.: General Arnold, Admiral King, General Marshall, Admiral Pound, Air Chief Marshal Portal, General Brooke, Field Marshal Dill und Admiral Mountbatten
Auf der Casablanca-Konferenz formulieren die Alliierten erstmals ihre Kriegsziele.
Hamburg nach den Luftangriffen 1943
Unter dem Namen Operation Gomorrha fliegt die Royal Air Force mehrere Luftangriffe auf Hamburg.
Aus dem Stroop-Bericht von 1943 an Heinrich Himmler von Mai 1943. Die originale Bildunterschrift lautet „Mit Gewalt aus Bunkern hervorgeholt“
Der Aufstand im Warschauer Ghetto
wird nach einem Monat von der SS niedergeschlagen.
1943 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1391/92 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1935/36 (11./12. September)
Baha'i-Kalender 99/100 (20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1347/48 (14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2486/87 (südlicher Buddhismus); 2485/86 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 77. (78.) Zyklus

Jahr des Wasser-Schafs 癸未 (seit 5. Februar, davor Wasser-Pferd 壬午)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch'e 32
Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1305/06 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4276/77 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1321/22 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1361/1362/1363 (7./8. Januar//27./28. Dezember)
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 18;
Kōki 2603
Jüdischer Kalender 5703/04 (29./30. September)
Koptischer Kalender 1659/60 (11./12. September)
Malayalam-Kalender 1118/19
Minguo-Kalender (China) Jahr 32 der Republik
Seleukidische Ära Babylon: 2253/54 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2254/55 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2485/86 (1. April)
Tibetischer Kalender 1689
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1999/2000 (April)

EreignisseBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Zweiter WeltkriegBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Politische und diplomatische EntwicklungenBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Der Berliner Sportpalast am 18. Februar
Manifest der Gründungsversammlung des „Nationalkomitees Freies Deutschland“
v. l. n. r.: Stalin, Roosevelt und Churchill auf der Terrasse der sowjetischen Botschaft in Teheran
Deutsch-Sowjetischer KriegBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Sowjetische Soldaten in Stalingrad
  • 10. Januar: Die Rote Armee beginnt in Stalingrad unter dem Namen Operation Kolzo mit ihrer letzten Großoffensive zur Zerschlagung der 6. Armee. Zum einen wird dazu der Ring um die Eingeschlossenen enger gezogen, zum anderen rückt die unmittelbare Front weiter nach Westen, was die 6. Armee noch weiter von den eigenen Truppen abschneidet. Dabei gelingt den sowjetischen Truppen auch die Eroberung der beiden Flugplätze Pitomnik am 16. Januar und Gumrak am 22. Januar. Nur auf dem Notbehelfsflughafen „Stalingradski“ starten und landen ab da noch Flugzeuge der Wehrmacht, bis auch dieser in sowjetische Hände fällt und Versorgungsmaterial nur noch über dem Kessel abgeworfen werden kann.
  • 25. Januar: Die deutschen Einheiten in Stalingrad werden in einen Südkessel und einen Nordkessel aufgespalten.
  • 30. Januar: Per Funkspruch aus dem Führerhauptquartier wird Friedrich Paulus zum Generalfeldmarschall erhoben.
Friedrich Paulus in sowjetischer Gefangenschaft
Sowjetische Soldaten im zerstörten Stadtzentrum von Stalingrad
Der Krieg im Westen/ItalienBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Karte der alliierten Landungen auf Sizilien
Britische Soldaten an einem der Landungsstrände auf Sizilien am 10. Juli 1943
  • 10. Juli: Die alliierte Operation Husky beginnt: Britische, US-amerikanische und kanadische Truppen unter General Dwight D. Eisenhower landen auf Sizilien. Die Landungen finden bei Sturm statt, was die Operation erheblich erschwert, jedoch auch ein Überraschungselement bedeutet. Die britische Armee landet an der südöstlichen, die US-amerikanische an der südwestlichen Küste. Die Invasionsstreitmacht besteht aus knapp 3000 schwimmenden Einheiten – darunter sechs Schlachtschiffe und zwei Flugzeugträger – sowie aus gut 2500 Flugzeugen. Mit dem Ende der ersten Anlandungsphase befinden sich rund 181.000 alliierte Soldaten mit 1800 Geschützen, 600 Panzern und 14.000 anderen Fahrzeugen auf der Insel.
  • 14. Juli: Bei der Eroberung von Biscari kommt es zum Biscari-Massaker durch US-amerikanische Truppen an italienischen und deutschen Kriegsgefangenen. 74 italienische und zwei deutsche Soldaten werden nach der Gefangennahme erschossen.
  • 22. Juli: Die Alliierten erobern Palermo.
  • 1. August: : Die Wehrmacht besetzt Norditalien und Stellungen um Rom (Näheres hier).
Landungen in Italien im September 1943
Der Krieg in NordafrikaBearbeiten | Quelltext bearbeiten
BombenkriegBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Kopie der Casablanca-Direktive
Die stark beschädigte Edertalsperre
Die US-Wochenschau United News berichtet im August von der Zerstörung Hamburgs
Boeing B-17 über Schweinfurt
U-Bootkrieg im AtlantikBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Südostasien und PazifikkriegBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Zweiter Japanisch-Chinesischer KriegBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Die „Endlösung der Judenfrage“/Verfolgung anderer Bevölkerungsgruppen/Widerstand gegen den NationalsozialismusBearbeiten | Quelltext bearbeiten
Rauchschwaden über dem brennenden Treblinka II während des Aufstandes, 1943
  • 2. August: Der über Monate geplante Aufstand im Vernichtungslager Treblinka bricht aus. Er wird durch die SS niedergeschlagen, wobei zahlreiche Aufständische zu Tode kommen. Dennoch gelingt es 200 bis 250 Häftlingen, aus dem Lager zu flüchten. Viele von ihnen erschießt die SS bei der anschließend einsetzenden Verfolgung auf der Flucht oder bringt sie zurück ins Lager und exekutiert sie mit den dort gefangenen Kämpfern. Die Häftlinge können bei ihrem Aufstand zahlreiche Gebäude sowie den Benzintank in Brand stecken und vernichten. Die gemauerten Gaskammern bleiben jedoch unbeschädigt. Nach dem Aufstand werden am 21. August noch etwa 8000 Häftlinge aus zwei Zügen vergast. Danach lässt die SS das Lager abbauen. 100 Häftlinge, die sich nicht am Aufstand beteiligten, zurückblieben oder die Strafmaßnahmen überlebt haben, deportiert die SS ins Vernichtungslager Sobibor.
  • 15. September: „Inbetriebnahme“ des KZ Kauen
  • 14. Oktober: Beim Aufstand von Sobibór im Vernichtungslager Sobibor gelingt etwa 200 Häftlingen die Flucht.
  • 13. Dezember: Massaker von Kalavrita. Angehörige der deutschen Wehrmacht ermorden als Rache für die Tötung deutscher Geiseln durch Partisanen mehr als 650 Bewohner des Ortes.

Weitere Ereignisse weltweitBearbeiten | Quelltext bearbeiten

  • 1. Januar: Der Christdemokrat Enrico Celio wird neuer Bundespräsident der Schweiz.
  • 1. Januar: Auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0:00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24:00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf „Montag“ umgestellt.
  • 15. Januar: In Arlington im US-Bundesstaat Virginia wird das Pentagon, Hauptsitz des amerikanischen Kriegsministeriums und eines der größten Bürogebäude der Welt, nach 16 Monaten Bauzeit fertiggestellt.
  • 15. Mai: Das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale fasst den Beschluss über die Auflösung der Kommunistischen Internationale zum 10. Juni. Dessen Veröffentlichung kommt selbst für Komintern-Funktionäre völlig überraschend und geht wahrscheinlich auf eine Entscheidung Josef Stalins zurück. Dieser erklärt in einem Interview mit der Agentur Reuters am 28. Mai, dass mit der Auflösung vor aller Welt zwei Momente unterstrichen werden sollen: dass Moskau sich nicht „in das Leben anderer Staaten“ einmische und dass die kommunistischen Parteien „im Interesse ihres eigenen Volkes“ und nicht „auf Befehl von außen“ handelten. Allgemein gilt die Auflösung der Komintern als ein Zugeständnis Stalins an die westlichen Alliierten, die USA und Großbritannien, auf deren Unterstützung Stalin nach Hitlers Überfall auf die Sowjetunion angewiesen ist.
  • 1. Juli: Mit dem Tōkyō-tosei erfolgt die Auflösung der Stadt Tokio als politische Einheit. Sie wird mit der alten Präfektur Tokio zur Hauptstadtpräfektur Tokio zusammengefasst.
Flagge des Libanon

WirtschaftBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Wissenschaft und TechnikBearbeiten | Quelltext bearbeiten

die Bedürfnispyramide

KulturBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Bildende KunstBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Charlotte Salomon: Selbstbildnis, 1940
  • Unmittelbar vor ihrer Verhaftung am 24. September übergibt die deutsch-jüdische Künstlerin Charlotte Salomon in Villefranche-sur-Mer ein verschnürtes Bündel mit der Aufschrift Eigentum von Mrs. Moore an den ihr vertrauten Arzt Dr. Georges Moridis. Es enthält ihr künstlerisches Lebenswerk mit den Blättern der Serie Leben? Oder Theater? und andere Arbeiten. Moridis versteckt die Hinterlassenschaft in seinem Hauskeller in der Avenue Maréchal-Joffre.

FilmBearbeiten | Quelltext bearbeiten

LiteraturBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Musik und TheaterBearbeiten | Quelltext bearbeiten

ReligionBearbeiten | Quelltext bearbeiten

KatastrophenBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Natur und UmweltBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Aschekegel des Paricutín 1943

SportBearbeiten | Quelltext bearbeiten

NobelpreiseBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Ein Nobelpreis für Literatur und ein Friedensnobelpreis werden nicht verliehen.

GeborenBearbeiten | Quelltext bearbeiten

JanuarBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Janis Joplin (1970)
Peter Struck, 2005
Roy Black, 1989

FebruarBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Dieter Müller
Joe Pesci
Elke Heidenreich, 2012
Horst Köhler, 2007
George Harrison, 1974

MärzBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Ratko Mladić, 1993
Mario Monti, 2012
John Major, 1996

AprilBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Włodzimierz Schmidt, 2012
Dominik Kardinal Duka, 2014

MaiBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Nancy Greene, 2000

JuniBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Poul Nyrup Rasmussen
Vinton Cerf, 2010
Klaus von Klitzing
Florence Ballard

JuliBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Heide Simonis, 2011
Mick Jagger, 2008
Michael Holm, 2012

AugustBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Robert De Niro, 2008
Pino Presti im Munich
Wolfgang Nordwig, 1965

SeptemberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Oskar Lafontaine, 2005
Julio Iglesias, 2007
Lech Wałęsa, 2009

OktoberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

John Nettles
Carlo von Tiedemann, 2010
Catherine Deneuve, 2000
Cornelia Froboess, 1962

NovemberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

DezemberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

John Kerry, 2013
Renate Schmidt, 2009
Keith Richards, 2008
Silvia von Schweden, 2012
Ben Kingsley 2010

Genaues Geburtsdatum unbekanntBearbeiten | Quelltext bearbeiten

GestorbenBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Januar/FebruarBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Nikola Tesla, um 1890
David Hilbert, 1912
Alexandre Yersin

März/AprilBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Sergei Rachmaninow, 1901

Mai/JuniBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Karl Landsteiners Bronzebüste

Juli/AugustBearbeiten | Quelltext bearbeiten

September/OktoberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

November/DezemberBearbeiten | Quelltext bearbeiten

John Harvey Kellogg, um 1910

Genaues Todesdatum unbekanntBearbeiten | Quelltext bearbeiten

WeblinksBearbeiten | Quelltext bearbeiten

 Commons: 1943 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien